In den siebziger Jahren standen viele afrikanische und asiatische Hochschulabsolventinnen und –absolventen, die ihr Studium an deutschen Hochschulen abgeschlossen hatten, vor dem Problem der beruflichen und sozialen Reintegration in ihre Heimatländer. Dies führte dazu, dass im November 1974 der Arbeitskreis Afrikanisch-Asiatischer Akademikerinnen und Akademiker gegründet wurde. Der Arbeitskreis ist eine Selbsthilfeorganisation, die im Rahmen der Afrikanisch-Asiatischen Studienförderung e.V. tätig ist.
Einige ehemalige Mitglieder der Afrikanisch-Asiatischen Studentenunion, Göttingen, die ihr Studium erfolgreich abgeschlossen hatten, trafen sich am 23.11.1974 im Beisein einiger Mitglieder der Afrikanisch-Asiatischen Studentenförderung e.V. (Förderverein) und beschlossen, einen Arbeitskreis zu bilden, der sich mit den Problemen der Rückkehr afro-asiatischer Akademikerinnen und Akademiker in ihre Heimatländer befaßt.
Hauptaktivität des Arbeitskreises ist es, in Eigenverantwortung reintegrationsvorbereitende Seminare zu konzipieren, zu gestalten und durchzuführen. Der Vorstand des Arbeitskreises wird jedes Jahr neu gewählt und besteht aus fünf Mitgliedern aus afro-asiatischen Ländern; alljährlich wird auch eine Frauenbeauftragte gewählt.
Der AAAAA in der AASF e.V. setzt sich folgende Aufgaben:
- Analyse der Probleme der Rückkehr afrikanisch-asiatischer Akademikerinnen und Akademiker, die in der Bundesrepublik ausgebildet wurden, in ihre Heimatländer.
- Möglichkeiten der Unterstützung von beruflichen Vorhaben, ggf. von Projekten, die von einzelnen oder Gruppen von afrikanisch-asiatischen Akademikerinnen und Akademikern ausgearbeitet und durchgeführt werden sollen.
- Möglichkeiten der Unterstützung bei Anwendung der hier erworbenen Kenntnissen im Rahmen von Projekten, die von den jeweiligen Ländern, internationalen Organisationen oder der Bundesrepublik in Angriff genommen werden.
- Förderung der wissenschaftlichen Kontakte zwischen einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Institutionen in den afrkanischen und asiatischen Ländern, einzelnen Akademikerinnen und Akademikern und Institutionen in afrikanischen und asiatischen Ländern einerseits und der Bundesrepublik andererseits.
- Förderung der Möglichkeit der wissenschaftlichen Arbeit im Rahmen von kurzen Aufenthalten an deutschen wissenschaftlichen Instituten
- Förderung der persönlichen Kontakte zwischen den afrikanischen und asiatischen Akademikerinnen und Akademikern, insbesondere denen, die in der Bundesrepublik studiert haben.
- Förderung des Austausches von wissenschaftlichen Publikationen und der Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten.
- Maßnahmen zur Vorbereitung und Unterstützung der persönlichen und sozialen Reintegration, insbesondere durch Reintegrationsseminare, die vom WUS (World University Service) gefördert werden.